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Corona-Folgen 1

- diary in art -


Foto-Edition No. I

Mitte März bis August 2020


Eine Auswahl aus einem Werkkomplex aus dem Anfang der Corona-Pandemie-Zeit 2020.

Mit Beginn des Lockdowns ab Mitte März 2020, zeigen acht Hauptwerke mit Texten, Empfindungen in der persönlichen Isolationsphase während der Entstehungszeit im März bis August 2020. Die Werke entwickeln sich mit der Ausbreitung des Corona-Virus seit März 2020 mit unbestimmtem Ausgang. Mit der Intention, eine Definition für eine neue Ordnung zu finden.


•  Repräsentiert und käuflich erwerbbar sind die acht Werke bei ArtCommunicators

-  Edition: 10 signierte und nummerierte Exemplare + 2 Künstlerexemplare.

-  Fotografie Fine Art Print auf Hahnemühle Papier, auf Leinen oder Alu-Dibond.




"Out" 2020



Mitte März 2020 - Werk 01/1 „Out“

Format: 120 x 120 cm und 80 x 80 cm

"Das Corona-Virus breitet sich aus. Der Lockdown bewirkt Schock, Stillstand, Unsicherheit. Und Ausgangssperren, die zur Isolation führen. Jeder bleibt für sich Zuhause, in seinem Viertel, und versorgt sich nur mit dem Notwendigsten. Die Bilder und Szenerien ringsherum verdüstern und verdunkeln sich, fangen an zu verschwimmen. Bis zur Verdrängung einer großen inneren Leere, und das in alle Richtungen. Angst. Gefahr. Unheimlichkeit. Ein schwarzes Loch. Dunkelheit. Stille. Alles verdrängend bis an die absolute Grenze."






"Out of balance" 2020



Anfang April 2020 - Werk 2/1 „Out of balance“

Format: 120 x 120 cm und 80 x 80 cm

"Anfang April wage ich, mich erstmals außerhalb meines Wohnviertels zu bewegen. An einem wolkenverhangenen etwas düsteren Tag, mache ich mich für einen kurzen Besuch auf den Weg an die Hamburger Elbe. Es ist ein Wochentag, früher Nachmittag, und ich bin fast der einzige Fahrgast in der gesamten U-Bahn. Es ist unheimlich - ich steige mit einem unbestimmten und unsicheren Gefühl der Angst aus, direkt am Hamburger Hafen. Gehe zu einem Schiffsanleger und schaue auf das Wasser, auf die Elbe mit den festangelegten Schiffen und auf das nun stille Konzerthaus Elbphilharmonie. Es entsteht die Fotografie „Out of balance“. Eine Aufnahme meines inneren Gefühls in genau dem Moment. Wie wird es weitergehen? Alles ist in Frage gestellt und gerät ins Wanken. Werde ich, werden wir alle und alles untergehen? Oder wird es neue Strukturen mit neuen Ordnungen geben? Und wenn ja, wie sehen sie aus? Auf dem einsamen Rückweg in mein sicheres Zuhause kaufe ich mir einen bunten Blumenstrauss."







"inner space in violet" 2020



Ende April 2020 - Werk 3/1 „inner space in violet“

Format: 57 x 80 cm

"Von nun an verzichte ich auf weitere Ausflüge außerhalb meines Wohnviertels und beginne Blumen und Blüten in meiner eigenen Welt drinnen zu fotografieren und damit zu experimentieren. Ich verwende warme Farben, die Wärme, Sicherheit und Geborgenheit ausstrahlen und kreiere in Anwendung der Foto-Konzept-Kunst „endless“, durch Aneinanderreihung der Motive, die einen Bezug zueinander haben, immer wieder neue Spielräume. Manchmal mit noch ganz oder teilweise geschlossenen Blüten, ohne das Ergebnis der vollen Entfaltung zu ahnen, es ist noch offen, und kombiniere es mit Offenen zu Neuem. Das Gewohnte bekommt neue Strukturen, doch die Ordnung innerhalb, sie bleibt erhalten."






 

"green talks" 2020



Ende April / Anfang Mai 2020 - Werk 4/1 „green talks“

Format: 80 x 111 cm

- Kontakte zur Außenwelt -

"Mein Zuhause verlasse ich nur selten zum Einkaufen für das Nötigste und mache eines Tages einen kleinen Umweg durch die Grünanlagen in meiner Nähe. Das Foto im grünen Park entsteht. Fast überfüllt kommt er mir vor, als ich die vielen Menschen dort bei sportiver Betätigung beobachte. Mir fehlt die Nähe zu den Personen und ich lasse daheim meine sozialen Kontakte wieder mehr aufleben. Die Kommunikation ist nur auf digitalem Weg möglich, beispielsweise durch Video-Chats möglichst viele Personen treffen, sich sehen und kommunizieren. Das schafft Nähe und gibt Zuversicht. Doch der Schein trügt, die Realität ist anders. Die persönliche Nähe fehlt. Die Menschen fehlen. Sie sind dunkel. Sie sind schwarz."







"forbidden" 2020



Anfang Mai 2020 - Werk 5/1 „forbidden“ 

Format: 80 x 115 cm

- Das Kreuz mit dem Fernweh -

"Nach wie vor leben wir in Isolation und immer größer wird die Sehnsucht nach draußen, in die Landschaft seiner Wahl zu gehen und sie zu jeder Zeit unbeschwert geniessen zu können. Doch da ist sie wieder. Die Angst. Die Angst vor dem Unsichtbaren. Die Angst, sich vielleicht irgendwo mit dem Corona-Virus zu infizieren. Und ich entdecke beim Verweilen an Erinnerungen draußen ein Foto meines letzten Besuchs an der Elbe wieder. 

Die Elbkräne. Die Elbkräne wirken wie durch eine Glasscheibe betrachtet. Indem ich die Konzept-Kunst „endless“ anwende, mache ich es sichtbar durch die endlosen Wiederholungen der Kran-Motive. Zudem lege ich ein dickes, schwarzes Kreuz über das gesamte Kran-Fenster und nenne das Werk „forbidden“. 

Einige besondere Lichtpunkte sind in der Ferne erkennbar. Sehnsucht erfüllt einen, und das Raster, der Durchblick in die Ferne, gibt Halt, zeigt Distanz und gibt gleichzeitig Zuversicht."







"pink mood in the sun" 2020



Ende Mai / Anfang Juni 2020 - Werk 6/1 „pink mood in the sun“

Format: 60 x 80 cm

"Bedingt durch die langsamen Lockerungen der Isolation entspannt sich die allgemeine Lage etwas. Es beginnt sich Ende Mai mein Blick wieder mehr nach außen und draußen zu öffnen. Und ich fange an, ohne mein Drinnen zu verlassen, Motive aus der Natur direkt von meinem Fenster aus, zu fotografieren. Der Frühling ist längst da. Die Blumen beginnen sich in ihrer vollen Farbenpracht zu entfalten. Sonnenstrahlen durchdringen mein Inneres, reißen die Strukturen außen auf. Eine allgemeine Zuversicht ist zu spüren, die ich in den beiden Lichtstreifen sichtbar mache. Doch ist es nicht wie vorher. Es gibt Löcher, die immer wieder von Unsicherheit und Ungewissheit zeugen. Nach wie vor ist die Angst vor einer Virusinfektion groß und vielleicht in ein schwarzes Loch zu fallen. Doch die hellen Lichtstrahlen, sie leuchten sonnengelb."







"save the opening" 2020



Ende Juni / Anfang Juli 2020 - Werk 7/1 "save the opening"

Format: 60 x 80 cm

"Endlich. Nach langer Zeit der Isolation drinnen, wieder raus und an die Elbe. Dieses Mal innerlich etwas befreiter und bei Sonnenschein. Nach wie vor gibt es Strukturen, in denen wir leben, an die wir uns halten müssen, doch innerhalb dieser gibt es Möglichkeiten für Veränderungen. Änderungen der Vielfältigkeit. Die gereihten Bilder müssen nicht mehr identisch sein. Sie können abweichen, anders sein und eine neue Sicht zeigen. Sie fordern offenes Denken und anderes Handeln als vorher auf. Manchmal fallen noch dunkle Schatten, doch es geht weiter - Mit Öffnung für Neues."







"The way" 2020



Mitte / Ende Juli 2020 - Werk 8/1 „The way“

Format: 80 x 115 cm

"Mit der Zeit öffnet sich mein Blick mehr und weiter und ich bin erstmals nach der Isolation wieder „draußen“. Wieder außerhalb meines Wohnorts, außerhalb der Stadttoren an der See. Im Juli 2020 an der Nordsee. 

Für die Bildkomposition wende ich die Foto-Konzept-Kunst „endless“ an: Eine harmonische Aneinanderreihung der Motive, die einen Bezug zueinander haben und dadurch eine ausgeglichene, rhythmische Balance bilden. Eine Komposition in warmen Farbtönen. Obwohl es Hochsommer ist, sind die Farben nicht laut, eher leise und weich. Sie drücken Vertrauen, vor allem Zuversicht aus. Doch nichts ist und wird wie vorher sein. Entdecke auf der Fahrt immer mehr und neue Wege, sie eröffnen sich mir förmlich. Doch welcher Weg wird der Richtige sein? Wird alles so bleiben? Oder werden die Strukturen aufbrechen oder gar aufsprengen? Ändern sich vielleicht nur die Ordnungen innerhalb der Strukturen? Der Weg ist frei für Neues. Für neue Perspektiven, und das in neuen Ordnungen. Die Zeit wird es zeigen."





Corona-Folgen - Foto-Edition No. I:  

•  Käuflich erwerbbar sind die acht Werke bei ArtCommunicators

-  Edition: 10 signierte und nummerierte Exemplare + 2 Künstlerexemplare (10 + 2 Artist Proofs).

-  Fotografie Fine Art Print auf Hahnemühle Papier, auf Leinen oder Alu-Dibond.